22 Jan. Golf in Deutschland 2025/2026
Im Jahr 2025 stieg nach Angaben des DGV die Zahl der organisierten Golfspieler/innen um 8.909 (+1,3%) an. Im Vorjahr (2024) belief sich der Zuwachs auf +0,7%. Im Jahr davor (2023) sank die Zahl um -0,1%.
Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 ist die Zahl der organisierten Golfer in Deutschland von damals 642.677 um 52.940 auf nunmehr 695.617 gewachsen. Das entspricht einem Gesamt-Zuwachs um rund 8% in 6 Jahren.
Achtung: Mit einem Zuwachs-Anteil von 10.723 Golfern registrierte die VcG allein ein Fünftel dieses Zuwachses (20,3%). Während die Clubs und Betreiber nach Corona (ab 2022) mit jährlichen Zuwachsraten von -0,4 bis +0,8% nahezu auf der Stelle traten, konnte die VcG im selben Zeitraum mit Jahres-Wachtstumsquoten von +5,3% bis +11,7% beachtliche Erfolge erzielen.
Kein Wunder, operiert die VcG doch ohne die Belastung des Betriebs einer eigenen Golfanlage und mit einem Beitrag von nur 16,90 € im Monat (2026: erster Monat beitragsfrei, plus 50 € Greenfee-Gutschein).
Die Golfanlagen hingegen leiden unter weiter steigenden Kosten für Personal, Platzpflege und Verwaltung, die sie nicht als höhere Jahresbeiträge an ihre Spieler/Mitglieder weitergeben können.
Zudem kommt kaum Bewegung in die Struktur der organisierten Golfer. Nach wie vor sind rund zwei Drittel der Mitglieder über 50 Jahre alt. Dass der Anteil der Golfer/innen im Alter zwischen 19 und 40 Jahren an der Gesamtzahl der organisierten Golfer im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1 (i.W. einen) Prozentpunkt gestiegen ist, zeugt noch nicht von einem Strukturwandel. Hinzu kommt das mehr als bedauerliche Faktum, dass der Frauenanteil unter den organisierten Golfern seit Beginn des Jahrtausends (2000) von über 40% kontinuierlich auf inzwischen unter 35% gesunken ist.
Also: „Business As Usual“: Golf in Deutschland = „Altherrensport.“
Interessant immerhin, dass im Jahr 2025 die Anzahl der Golfanlagen in Deutschland wiederum abnahm, und zwar um weitere fünf Anlagen auf nun nur noch 721. Im Jahr 2016 waren es noch 732. Die Gründe für den Ausstieg aus dem Golfbetrieb: Mangelnde Wirtschaftlichkeit und die Aussicht auf alternative Folgenutzungen nach der Beendigung von Pachtverträgen.
Fazit: Golf in Deutschland 2025/2026: Mehr Golfer auf weniger Golfanlagen! Nimmt es wunder, dass auf 75% der deutschen Golfanlagen „Zufriedenheit / große Zufriedenheit“ herrscht?
Dr. Falk Billion. Sachverstand für Golfanlagen. Seit 1991.